++ Wärmedämmung anbringen ++ Haus dämmen ++ Dach neu isolieren ++ Welche Isolierung für Decken / Wände / Dach? ++ Donnerstag, der 09.02.2012
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Wände, Dach und Keller

Die Infrarot-Thermografie zeigt bei diesem Haus hohe Oberflächentemperaturen im oberen Giebelbereich, im Sockelbereich und z.T. bei den Fensterrahmen. Die gelbe Färbung deutet auf ungenügend gedämmte Flächen oder Wärmebrücken hin. Außenwände gut dämmen

Die Außenwand eines Hauses ist starken Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen ausgesetzt. Das kann zu Abnutzungen der Fassade und einem unansehnlichen Äußeren führen.

Wenn dann der Putz erneuert werden muss oder größere Renovierungsarbeiten anstehen, vielleicht sogar eine Fenstererneuerung geplant ist, lohnt es sich, über eine Dämmung nachzudenken. Denn über ungedämmte Wände kann ein Haus sehr viel Wärme verlieren. Putz und Farbe allein genügen nicht, um die Energieverluste nachhaltig zu senken.

Zunächst sollten Sie die Konstruktion Ihrer Außenwand prüfen. Nicht jede Dämmung eignet sich für jeden Wandaufbau. Und nicht zuletzt spielt auch die Optik eine Rolle:

Eine Außenwanddämmung bietet oft die Chance, die Fassade aufzuwerten, ist aber z. B. für Sichtfachwerk oder Gebäude mit historischen Fassaden häufig nicht geeignet. Meist findet sich für jede Situation eine passende Lösung.
Bei der Außendämmung wird die Dämmschicht auf die Außenfläche der Wand aufgebracht. Sie schützt die Wand vor Witterung und das Haus vor Wärmeverlusten. Eine Außendämmung empfiehlt sich insbesondere bei einem einschaligen Wandaufbau (z. B. massives Mauerwerk oder Holzständerkonstruktion).

Der beste Anlass für eine Außendämmung sind ohnehin anstehende Fassadenarbeiten, die Erneuerung des Putzes oder auch der Einbau neuer Fenster. Voraussetzung für eine Außenwanddämmung ist ein ausreichender Dachüberstand. Dieser lässt sich ggf. auch ohne Neueindeckung des Daches erweitern.

Quellenangabe: "Quelle: Wissenskatalog Thema Energie"




Dachdämmung ©Modernisierungsratgeber Energie/dena
Die Auswahl an Dämmstoffen ist groß

Bei der Auswahl der Dämmstoffe treffen Bauherren auf eine große Vielfalt von Produkten und Materialien.

Bei letzteren lassen sich drei große Gruppen unterscheiden:

Die anorganischen bzw. mineralischen Dämmstoffe; Dazu zählen Blähton, Calziumsilikat, Mineralwolle oder Schaumglas. Die organischen Dämmstoffe aus Erdöl; Das sind z. B. Polystyrolschaum oder Polyurethanschaum (PUR).

Die organischen Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Hanf, Holzfasern, Schafwolle und Zellulose.

Besonders gute Dämmstoffe haben eine Wärmeleitfähigkeit (Lambda-Wert) von maximal 0,035W/(mK). Je nach Einsatzgebiet und Art des Bauvorhabens sollten entweder nicht brennbare, (Kennzeichnung A), schwer brennbare (B1) oder höchstens normal entflammbare (B2) Dämmstoffe verwendet werden. Weitere wichtige Eigenschaften sind der Widerstand gegen Feuchtigkeit, die Trittfestigkeit, das Gewicht, die ökologische Verträglichkeit und natürlich der Preis.

Dämmstoffe oder deren Verpackungen tragen verschiedene Kennzeichen. In jedem Falle ist die Wärmeleitfähigkeit aufgedruckt, auch die Klassifizierung des Brandverhaltens muss klar ersichtlich sein. Dämmstoffe müssen entweder das CE-Zeichen tragen (zeigt an, dass der Dämmstoff einer Europäischen Norm entspricht) oder das Ü-Zeichen (verweist auf Übereinstimmung mit nationalen Normen). Manche Stoffe können mit beiden Zeichen versehen sein.

Bauherren aufgepasst:
Um dieselbe Dämmqualität zu erhalten, müssen Sie bei ausschließlich CE-gekennzeichneten Dämmstoffen 20% mehr Dicke rechnen als bei Dämmstoffen mit Ü-Zeichen (z. B. 12 statt 10cm). Bei einigen Dämmstoffen ist zudem eine Typkurzbezeichnung aufgedruckt. Diese gibt wichtige Hinweise darüber, in welchen Bereichen das Produkt eingesetzt werden kann (vgl. Tabelle im Anhang Seite 55). Über die Vielfalt der Dämmstoffe und ihre Verwendung informieren ausführlicher die Informationsbroschüren von z. B. Umweltinstituten, Energieagenturen und Verbraucherschutzorganisationen.

Quellenangabe: "Quelle: Wissenskatalog Thema Energie"



Allgemeines

Wärmeschutz zählt zu den wichtigsten Maßnahmen, um Energie zu sparen. Deshalb müssen alle Außenbauteile zusammen eine dichte Hülle darstellen. Diesen Zweck erfüllt spezieller Dämmstoff, mit einer möglichst schlechten Wärmeleitfähigkeit.

Beim Bau muss sehr sorgfältig darauf geachtet werden, dass keine Ritzen oder Fugen bleiben, denn luftdurchlässige Stellen bringen hohe Wärmeverluste mit sich: Der k-Wert verschlechtert sich „um den Faktor 5, wenn pro Quadratmeter Dämmfläche eine nur 1 Millimeter dünne Fuge bleibt“ (MEYER 2001, S. 56).

Kleinste Ritzen in den Außenbauteilen machen also den teuersten Wärmeschutz zunichte.

Wände

Es gibt verschiedene Methoden, den Dämmstoff in einer Wand anzubringen. Im Folgenden werden die wichtigsten genannt:

Monolithische Wand

Wände älterer Gebäude bestehen oft nur aus Mauerwerk, Innen- und Außenputz. Diese Bauweise ist sehr kostengünstig, allerdings haben solche Wände eine sehr schlechte Dämmwirkung (nach HIRSCH und LOHR 1996, S. 96).

Wand mit Außendämmung

Bei den meisten Neubauten wird der Dämmstoff außen angebracht, da so die Dämmwirkung besonders gut ist. Auch bei der Altbausanierung findet diese Methode oftmals Verwendung. Allerdings sind solche Wände von außen anfälliger gegen Schäden (nach HIRSCH und LOHR 1996, S. 97).

Wand mit Innendämmung

Kann bei einer Altbausanierung der Dämmstoff nicht außen angebracht werden (beispielsweise weil die Fassade besonders schön ist oder weil ein anderes Gebäude direkt angrenzt), wird der Dämmstoff innen angebracht. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass der Wasserdampf in der Raumluft nicht in die Wand übergeht. Eine so genannte Dampfsperre kann das verhindern (nach HIRSCH und LOHR 1996, S. 99).

Wand in Leichtbauweise

Eine Wand in Leichtbauweise besteht lediglich aus dem Dämmstoff mit Spanplatten verkleidet und Putz. Bei geringer Wandstärke werden hier gute Dämmwirkungen erzielt. Allerdings ist das Wärmespeicherungsvermögen, was u.a. bei passiver Solarenergienutzung eine Rolle spielt, dieser Wände schlecht (nach HIRSCH und LOHR 1996, S. 101).

Keller und Dach

Wird der Dachboden nicht bewohnt und somit nicht beheizt, muss das Dach nicht gedämmt werden, dafür aber die Decke zwischen dem letztem Stockwerk und dem Dachboden. Gleiches gilt für den Keller.

Die Dachdämmung ähnelt dem Prinzip einer Wand in Leichtbauweise. Man unterscheidet zwischen Zwischensparrendämmung (Dämmstoff wird zwischen die Sparren gesetzt), Auf- und Untersparrendämmung (Dämmstoff wird auf oder unter den Sparren angebracht). Bei der zuerst genannten Art wird zwar der Raum optimal genutzt, jedoch bleiben die Sparren ungedämmt und fungieren so als Wärmebrücken. Meist wird eine Kombination der drei Möglichkeiten verwendet (nach SCHARPING 1997, S. 45).