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Strom sparen

Das Energiesparhaus als Gebäude kann kaum zum Einsparen von Strom beitragen. Ein durchschnittliches Niedrigenergiehaus verbraucht sogar etwas mehr Strom (z.B. für die Lüftung, den Wärmetauscher, etc.) als ein normales. Es bleibt dem Bewohner überlassen, ob er stromsparende Geräte kauft, oder nicht, oder ob er die Gefriertruhe neben die Heizung stellt.

Meiner Meinung nach wohnen allerdings in Energiesparhäusern meistens auch Menschen mit einem gewissen Bewusstsein für das Energiesparen (was natürlich nicht heißt, dass in jedem normalen Haus nur Energieverschwender wohnen). Es lohnt sich mal im Internet über einen kostenlosen Preisvergleich nach Günstige Stromanbieter zu suchen.

Allerdings wirken Zahlen in den Medien verfälschend, die besagen, dass in Energiesparhäusern automatisch auch Strom gespart wird. Das Strom sparen hat nichts mit dem Gebäude, sondern viel mehr mit dem Bewusstsein der Menschen zu tun. Meist jedoch fallen, denke ich, Energiesparhaus und Stromsparender Bürger zusammen. Für sein Haus sollte man auch den richtigen Stromtarif wählen.

Das Einsparen von Wärmeenergie allerdings sollte, wie ich finde, nicht auf dem Rücken der Stromrechnung ausgetragen werden, zumal jede Kilowattstunde Strom ja eigentlich (vom Primärenergieverbrauch her gesehen) mit drei multipliziert werden muss: Die in den meisten

Kraftwerken eingesetzte Primärenergie wird nur zu einem Drittel in Strom ungewandelt, die restlichen zwei Drittel sind Abwärme.

Ein durchschnittlicher 4 Personenhaushalt verbraucht 3200 kWh pro Jahr. Mit stromsparenden Geräten, Energiesparlampen, Vermeidung von Stand-by-Betrieb etc. kann der Verbrauch auf ca. 600 kWh/a reduziert werden (nach KIENZLE, GÖRG und BLOCH 1998, S. 8).